Wie Adidas sich die Zustimmung für Remarketing bei Google, Facebook, Youtube etc holt

Robert Blessing

Aktualisiert: September 28, 2020

Google und Facebook Ads Konten beinhalten meist eine Remarketing Zielgruppe. Diese Standard Remarketing Liste basiert auf allen Besuchern der letzten 30 Tage.

Diese Remarketing-Zielgruppe in kleinere Segmente zu segmentieren macht Sinn – basierend auf dem Nutzerverhalten:

  • Nicht interessiert
  • Interessiert
  • Käufer / Leads / registrierte Nutzer

Um spezielle Listen zu erstellen, bieten mittlerweile alle großen Werbeplattformen an, existierende Kunden bzw. Nutzer mit “custom audiences” zu erreichen. Hierzu lädt man die Email-Adressen der eigenen Kunden bzw. Nutzer in der Werbeplatform hoch und es wird ein Kundenabgleich vorgenommen. Google, Facebook, Youtube und Co erstellen dann eine individuelle Zielgruppe – basierend auf dem Kundenabgleich (matching). Diese individuelle Zielgruppe kann dann für Remarketing-Kampagnen verwendet werden.

Die große Diskussion ist immer inwieweit das Hochladen der Kundendaten DSGVO konform ist?

Ist es ausreichend, einen Vermerk zu personalisierter Werbung in der Datenschutzbestimmung zu haben? Die Kundendaten werden ja “nur” in gehashter Form hochgeladen – also pseudonomysiert den Werbeplatformen zur Verfügung gestellt und nur zum Zweck des matchings.

Adidas geht hier einen Schritt weiter und fragt aktiv nach der Zustimmung – direkt beim Nutzer.

Es ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Beispiel wie man relativ simpel die Zustimmung für Remarketing Audiences einholt.

Adidas hat hier starke Texte verwendet, die Vorteile der personalisierten Werbung in den Vordergrund stellen.

Schritt 1.) Email von Adidas:

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Schritt 2.) Landing Page mit “Erlauben” Button:

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Auf der Landing Page holt Adidas die Nutzer nochmal kurz ab und erklärt in einer Kurzversion worum es geht. Die Details der Zustimmung sind über einen “Mehr anzeigen” Link erreichbar.

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Schritt 3.) Bestätigungsseite mit Call-to-action zum Online Shop:

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Technisch setzt Adidas das vermutlich mit Email Studio (ehemals ExactTarget) von Salesforce ab.