LinkedIn vs Google Ads: Ein Leitfaden für das Schalten von Account-Based Marketing Kampagnen

Robert Blessing

Aktualisiert: 09/03/2021

Im B2B-Marketing wird Account-Based Marketing immer beliebter. Marketing und Sales definieren zusammen eine Liste von Unternehmen (“accounts”) die sowohl Marketingseitig bespielt als auch Vertriebsseitig kontaktiert werden. Am effektivsten ist dieser Ansatz bei langen Sales-Zyklen, da hier die sehr spezifische und zielgerichteten Marketing-Kampagnen das nötige Vertrauen über die Zeit aufbauen.

Als B2B-Online Marketing Agentur die viel mit Startups und Mittelständlern zusammenarbeitet stehen wir aber immer wieder vor dem Problem, dass die hierfür notwendigen ABM-Tools relativ teuer sind. Wenn das gesamte Budget für Account-Based-Marketing nur 3.000 bis 5.000 EUR beträgt, dann macht es keinen Sinn Tools wie DemandBase, Jabmo oder Zoominfo zu verwenden, da hier die monatliche Software-Subscription Kosten schon 90% des Budgets in Anspruch nehmen würden.

Welche Möglichkeiten für ABM hat ein Unternehmen mit einem Performance-Marketing Budget unter 5.000 EUR?

Antwort: Google Ads und LinkedIn Ads.

Linkedin Ads ist offensichtlich. LinkedIn ist prädestiniert für B2B Marketing Kampagnen und man kann schon mit Budgets von unter 1.000 EUR starten. Eine Liste der Unternehmen kann auch relativ simpel hochgeladen und als Zielgruppe in den Kampagnen verwendet werden. Allerdings sind die Klickpreise für LinkedIn Ads sehr hochpreisig. Das heißt, ihr erreicht zwar eure Accounts, allerdings relativ teuer und seit daher wieder limitiert in der Reichweite und Impact.

Ein etwas komplizierteres Setup, dafür aber ca. 10mal kostengünstiger als LinkedIn sind Banner Anzeigen über Google Ads mittels kombinierten custom audiences. Neben Bannern könnt ihr hier auch eure Account-Based Marketing Kampagne mittels Video Ads auf Youtube mit dem gleichen targeting erweitern.

Google custom audiences sind unsere Geheimwaffe und eine ernsthafte Alternative zu LinkedIn für bezahlte B2B Marketing Kampagnen:

1. ) Der Kostenvorteil von Google custom audiences vs Linkedin Ads bei gleicher Qualität

Wir haben es mehrmals bei unseren Kunden getestet: der Cost per click liegt bei Google custom audiences ca. 10mal niedriger als bei LinkedIn. Qualitätsdaten wie Bounce Rate, Pages per session und Verweildauer sind hier bei beiden Kanälen vergleichbar. Das heißt mit dem gleichen Budget bekommt ihr über eine Google custom audience Kampagne 10mal mehr Traffic auf eure Seite, als durch LinkedIn.

Zusätzlich habt ihr noch einen weiteren Uplift durch die Banner Impressions die ca. 100mal höher liegen als bei euren LinkedIn News Feed Ads.

2.) Google custom audiences könnt ihr spezifisch auch noch den Buying Intent mit ins Targeting aufnehmen

Ein Nachteil der gerne bei Linkedin Werbung und normalen Account-Based Marketing Kampagnen übersehen wird, ist das hier der “buying intent” nicht berücksichtigt wird. Von eurer Zielgruppe ist ja gerade nur ein Bruchteil im “buying mode” und bereit sich tiefer mit eurem Produkt oder Dienstleistung zu beschäftigen.

Durch die neue Möglichkeit bei Google Ads nun auch custom audiences zu kombinieren, könnt ihr “buying intent” mit “account-based” targeting kombinieren.

Hierzu erstellt ihr einfach eine Keyword-basierte custom audience, mit spezifischen Suchbegriffen und buying intent. Und zusätzlich eine URL-basierte custom audience mit denen ihr eure “Accounts” definiert. (Für genauere Details, sprecht mich einfach an.)

Ihr benötigt Hilfe beim Schalten von Account-Based Marketing Kampagnen über Google Ads oder Linkedin? Als B2B Online Marketing Agentur helfen wir gerne weiter.